Simulationsumgebung für Verteilte Systeme

Im Umfeld von Ubiquitous Computing trifft man häufig auf den Begriff der Sensornetzwerke. Diese bestehen aus einer Vielzahl von kleinen Sensorknoten mit beschränkter Rechen- und Speicherkapazität. Sie werden u.a. dazu verwendet, Wohnungen “intelligenter” zu machen. Zum Testen von Algorithmen und Methoden zur Selbstorganisation ohne größeren Kosten- und Beschaffungsaufwand haben sich Simulationsumgebungen bewährt. Es soll eine Architektur zur Simulation eines Sensornetzwerkes konzipiert und prototypisch umgesetzt werden. Bei Sensornetzen müssen speziell die begrenzten Ressourcen und die knappe Energie berücksichtigt werden, ohne allerdings dabei so detailliert und spezifisch zu werden, dass ein konkreter Test von Algorithmen und Methoden kaum noch machbar ist.

Da sich viele verteilte Systeme von Aufbau her sehr ähnlich sind, kann man auch gleich eine Simulationsumgebung eines allgemeinen verteilten Systems mit einer ansprechenden grafischen Oberfläche programmieren. Dieses System kann dann z.B. ein mobiles Ad-Hoc Netz (MANET), ein Sensornetz oder eine verteilte Internet Applikation sein. Innerhalb dieses Systems können sich Nachrichten oder mobile Agenten von Knoten zu Knoten bewegen. Da in einem verteilten System beliebige Knoten und Verbindungen ausfallen oder Nachrichten verloren gehen können, sollte dies ebenso simulierbar sein. Für Systeme mit Nachrichten wäre es außerdem schön, wenn man zwischen verschiedenen verteilten Algorithmen und Netzwerk-Topologien auswählen könnte, insbesondere zur Visualisierung von Algorithmen (z.B. als Java Applets).

Betreuer: Hendrik Skubch